Kirchen

Maria Königin

 

Geschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der Katholiken in Meerholz und Hailer sprunghaft angestiegen, weil viele Vertriebene hier eine neue Heimat fanden. Es entstand schnell der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus. Im Dezember 1955 wurde der Kirchbauverein Meerholz-Hailer gegründet und nach einiger Zeit gelang es schließlich, ein passendes Grundstück für den Kirchbau zu finden und zu kaufen. Als Architekt konnte der Kirchenbauer Reinhard F. Hofbauer gewonnen werden, der u.a. Kirchen in Wetzlar, Berlin und Hünfeld (St. Ulrich, 1964) gebaut hat. Am 22. Juni 1958 wurde der Grundstein für den Kirchenbau gelegt. Am 4. Adventssonntag des Jahres 1959 wurde die Kirche Maria Königin eingeweiht.


Beschreibung

Weithin sichtbar ist der 35 Meter hohe Glockenturm mit seinen vier Glocken. Das über 7 Meter hohe gekrönte Kreuz, das an ihm angebracht ist, zeigt uns, wer der eigentliche König der Welt ist - Jesus Christus. Betritt man die Kirche, befindet man sich zunächst in einem Vorraum, in der Taufkapelle (Baptisterium). So wird deutlich, dass am Beginn des Lebens als Christ die Taufe steht. An diese erinnert man sich, wenn man in das Weihwasserbecken greift, das in den Taufstein integriert ist, um sich zu bekreuzigen. Verlässt man nun die Taufkapelle, tritt man in einen schlichten, nüchternen, nahezu schmucklosen Kirchenraum, dessen Grundriss ein gleichschenkliges Dreieck mit einer Seitenlänge von 27 m ist. Durch diese Form wird augenblicklich erkennbar, was das Zentrum der Kirche ist - der Altar - an dem die Eucharistie gefeiert wird. So wie auf die Feier der Eucharistie alles zuläuft, geht aber ebenso alles aus ihr hervor. Aufmerksamkeit erregen im Altarraum die bunten Fenster. Durch sie sollverdeutlich werden, dass das Geschehen der Messfeier zwar in unserer Welt stattfindet, es zugleich aber die Verbindung in eine andere Welt, in das himmlische Jerusalem, schafft. Die einzige Statue im Kirchenraum ist - abgesehen vom Hl. Antonius von Padua im Vorraum - die Madonnendarstellung rechts im Altarraum. Diese aus Lindenholz gefertigte Figur passt sich in ihrer vornehmen Schlichtheit dem Kirchenraum an. Dadurch werden die ausgebreiteten Arme des Jesuskindes deutlich erkennbar, die zum Ausdruck bringen: Kommt alle zu mir.

Orgel

Die Orgel von Maria Königin wurde von Orgelbauer Bernhard Schmidt, Gelnhausen, erbaut und am 28. Juni 1970 mit zunächst sechs Registern eingeweiht. Im Rahmen der Finanzierungsmöglichkeiten der Gemeinde wurden die Stimmen ergänzt. Erst im Februar 1986 kam mit der Trompete das letzte Register hinzu. Seit dem verfügt das auf der Empore der Kirche aufgestellte Instrument mit mechanischer Spiel- und Registertraktur über insgesamt 1072 Pfeifen in 16 klingenden Registern. Die drei Werke (zwei Manuale und Pedal) befinden sich hintereinander in einem gemeinsamen Gehäuse. Zum 50. Kirchweihjubiläum 2009 wurde die Orgel von Andreas Schmidt Orgelbau Gelnhausen grundlegend renoviert und klanglich optimiert. Die im Rahmen der Neuintonation gewählte Temperierung nach Valotti & Young macht den Charakter des Instrumentes interessant und stellt in unserer Region eine Besonderheit dar.

Disposition

I. Hauptwerk (C - g```) II. Oberwerk (C - g```) Pedal (C - f`)



Prinzipal 8' Holzgedackt 8' Subbass 16'
Rohrflöte 8' Spitzgemshorn 4' Oktavbass 8'
Oktave 4' Prinzipal 2' Pommer 4'
Nachthorn 2' Quinte 1 1/3' Posaune 16'
Mixtur 1 1/3' Cymbel 3 fach
Trompete 8' Krummhorn 8'

Tremulant



Koppeln:

I / Ped II / Ped II / I



Stimmtonhöhe 443 Hz

Glocken

Im Turm der Pfarrkirche Maria Königin befinden sich vier Bronzeglocken, die von der Glockengießerei Monasterium (vormals Feldmann & Marschel) in Münster (Westf.) gegossen und am 8. März 1964 in Meerholz geweiht wurden.

Glocken von Maria Königin vor der Glockenweihe 1964

Das Geläute

1          St. Josefsglocke (ca. 810 kg)

Ton: ges' (fis')

lnschrift: Heiliger Josef, Patron der Sterbenden, bitte für uns

2          Maria-Königin-Glocke (ca. 370 kg)

Ton: b' (ais')

lnschrift: Salve Regina, mater misericordiae (Sei gegrüßt du Königin, Mutter der Barmherzigkeit)

3          Christ-König-Glocke (ca. 215 kg)

Ton: des'' (cis'')

lnschrift: Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat (sinngemäße Übersetzung in dem deutschen Ruf: Christus Sieger,     Christus König, Christus Herr in Ewigkeit)

4          Schutzengel-Glocke (ca. 148 kg).

Ton es'' (dis'')

lnschrift: Hl. Schutzengel, behüte unsere Wege

 

In den genannten vier Tönen lässt das Geläute das „Salve-Regina-Motiv“ erklingen.

Es ordnet sich dem Nachbargeläute der evangelischen Kirche weitgehend ein.


(Entnommen aus der Jubiläumsschrift von 1985, Autor: Joachim Simon)


Glocken im Turm (im Vordergrund die Christ-König-Glocke, Nr. 3)

Hauptaufgabe der Glocken ist es, die Gemeinde zum Gottesdienst zu rufen. Dazu läuten jeweils 15 Minuten vor den Gottesdiensten werktags zwei (Nr. 2 und 3), zu den Sonntagsgottesdiensten drei (Nr. 2, 3 und 4) und an Festtagen alle vier Glocken.

Zusätzlich zu den klingenden Einladungen zum Gottesdienst ertönt jeden Tag um 7 (Mo. - Fr.), um 12 und um 18 Uhr für drei Minuten eine Glocke. Dies ist die in der katholischen Kirche zu diesen Stunden gepflegte Einladung zum morgendlichen, mittäglichen und abendlichen Angelusgebet. Wer dieses Gebet nicht mehr kennen gelernt oder es vielleicht verlernt hat, findet es im Gotteslob unter der Nummer 3,6 (auf den Seiten 36 und 37). An dieser Stelle sei herzlich eingeladen, den „Engel des Herrn“ (Angelus) mitzubeten. Und auch wenn man sich diese Zeit im Geschäft des Tages nicht nehmen kann, lädt die Glocke ein, kurz innezuhalten, vielleicht einen kurzen Dankesgruß an Gott zu richten, der uns schließlich alle Stunden des Tages und des Jahres geschenkt hat, oder ein einfaches Ave Maria oder ein Vaterunser zu beten. Übrigens: Diese Gebetseinladung gilt auch für den Fall, dass unsere Glocke je nach Wind und Wetter, Straßen- oder Fluglärm in Hailer und Meerholz nicht zu hören oder man selbst gar nicht in der Nähe ist ... :-)

Es gibt bei uns zudem noch ein weiteres festes Element in der Läuteordnung: Das Glockenläuten am Freitag um 15 Uhr erinnert an die Sterbestunde Jesu.

Das Angelusläuten übernimmt in unserem Kirchturm die Christ-König-Glocke (Nr. 3).
Zur Sterbestunde freitags erklingt die St.-Josefsglocke (Nr. 1).


Kontakt

Katholisches Pfarramt Maria Königin 


Schießhausstr.1
63571 Gelnhausen-Meerholz
Tel. 06051 68634 

Fax 06051 886143

Pfarrbüro - Öffnungszeiten

Maria Königin

Di. bis Fr.  09.00 - 11.30 Uhr
Do.           16.00 - 18.00 Uhr


Christkönig

Di.            14.30 - 17.30 Uhr

Tel. 06051 18166


 

Gottesdienste

Samstag im Wechsel alle 14 Tage 18.00 Uhr Vorabendmesse zum Sonntag
Sonntag im Wechsel alle 14 Tage 10.30 Uhr Heilige Messe
Dienstag Christkönig 17.30 Uhr Heilige Messe
Mittwoch Maria Königin 19.00 Uhr Heilige Messe
Donnerstag Maria Königin 09.00 Uhr Heilige Messe
Freitag Christkönig 18.00 Uhr Heilige Messe
 
 

© Maria Königin, Meerholz-Hailer